Diese Woche warten alle auf Wash.
Am 28. August wird der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Wash, seine erste Grundsatzrede seit Amtsantritt auf dem Jackson Hole Symposium halten. Die Wall Street nennt dies "Wash' entscheidendes Fenster zur Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit der Fed".
Alle spekulieren: Falken oder Tauben? Wird im September die Zinsanhebung fortgesetzt?
Aber ich habe eine unreife Meinung –
Was er sagt, ist eigentlich nicht so wichtig.
Warum?
Weil der Markt es bereits mit konkreten Aktionen gezeigt hat:
Letzte Woche griff Basset ein, um den Anleihemarkt zu retten – er erweiterte den Rückkauf von Langfristanleihen, um die Renditen der US-Staatsanleihen zu drücken.
Und das Ergebnis?
Der US-Dollar fiel in der Woche um fast 1 %, Gold durchbrach die 4600-Dollar-Marke, Bitcoin stieg in der Woche um über 25 %.
Der Finanzminister griff persönlich ein, aber vergeblich. Stattdessen befeuerte dies die "Währungsabwertungs-Trade" von Gold und Bitcoin.
Charlie McElligott von Nomura Securities brachte es direkt auf den Punkt: Der starke Anstieg von Gold und Bitcoin spiegelt wider, dass der Markt seine Ängste in eine Jagd nach Währungsabwertung und sicheren Anlagen umwandelt.
Das ist die Abstimmung des Marktes – er glaubt der Fed nicht mehr.
Drei Signale beweisen, dass die Fed "Macht verliert":
Signal 1: Drei Gegenstimmen bei der Juli-Sitzung – die schärfste interne Spaltung seit fast 10 Jahren
Am 30. Juli hielt die Fed den Zinssatz mit 9 zu 3 Stimmen stabil.
Die Präsidenten der Cleveland Fed, Harnak, der Minneapolis Fed, Kashkari, und der Dallas Fed, Logan, stimmten alle gegen die Entscheidung und forderten eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Das war das erste Mal seit 2016, dass bei einer Fed-Entscheidung drei gleichgerichtete Gegenstimmen auftraten.
Im Juni war die Entscheidung noch einstimmig, nur etwas mehr als einen Monat später wandelte sich "Einigkeit" in "Spaltung".
Eine Zentralbank, die nicht einmal ihre eigenen Leute überzeugen kann, wie soll sie da noch Glaubwürdigkeit haben?
Signal 2: Keine klare Richtlinie nach der Sitzung – nicht einmal vorgeben
Seit seinem Amtsantritt im Mai verfolgt Wash das Motto einer "ruhigeren Fed" – er vermeidet bewusst Forward Guidance, kürzt die Politik-Erklärungen und bleibt bei Pressekonferenzen vage.
Der Markt interpretiert das als "unzureichende Entschlossenheit im Kampf gegen die Inflation".
Wash hat klargestellt, dass seine Rede in Jackson Hole sich eher auf "makroökonomische Rahmenreflexionen" als auf kurzfristige Zinsanweisungen konzentrieren wird, was darauf hindeutet, dass er "wahrscheinlich eher die politische Erzählung umgestalten wird, statt ein Signal für Zinssenkungen zu geben".
Was bedeutet das?
"Ich werde euch nicht sagen, was ich vorhabe, ratet selbst."
Signal 3: Top-Gelder stimmen mit den Füßen ab
Eine im Juni von Invesco veröffentlichte Umfrage zeigt: Globale Staatsfonds mit einem verwalteten Vermögen von etwa 29 Billionen US-Dollar verlagern ihre Allokationen von US-Staatsanleihen hin zu Energie- und Sachwerten.
60 % der Zentralbanken äußern klar, dass die US-Verschuldung nicht nachhaltig ist und die Rolle des US-Dollars als Reservewährung untergraben wird.
Der Gründer von Bridgewater, Dalio, sagte letzten Freitag direkt: Investoren sollten ihre Anleihenbestände reduzieren, 10 bis 15 % ihres Kapitals in Gold investieren und "eine kleine Menge" Bitcoin kaufen.
Der Gründer des weltweit größten Hedgefonds sagt – vertraut den US-Staatsanleihen nicht mehr, kauft Bitcoin.
BTC vollzieht eine "Identitätsveränderung"
Es ist nicht mehr nur ein "Fed-sensitiver Index".
Daten von K33 Research zeigen: Die Korrelation von Bitcoin mit dem Nasdaq erreicht ein Tief, und die Sensitivität von Bitcoin gegenüber FOMC-Zinsentscheidungen liegt deutlich unter dem historischen Zyklusniveau.
Die Korrelation von Bitcoin mit dem globalen Lockerungsindex hat sich von +0,21 vor der ETF-Zulassung auf -0,778 gewandelt – das ist kein gradueller Wandel, sondern eine strukturelle Umkehr.
Bitcoin wandelt sich von einem "Risikoinvestment" zu einem "US-Dollar-Kreditabsicherungsinstrument".
VanEck sagt ebenfalls: Von der Fiskalpolitik getriebene Sorgen und ein strukturell schwächerer US-Dollar bieten eine institutionelle Erzählung, die Bitcoin als Absicherungsinstrument unterstützt.
Also, ist es wirklich wichtig, ob Wash ein Falke oder eine Taube ist?
Falken? Weitere Zinserhöhungen – die Wirtschaft hält das nicht aus, die US-Dollar-Kreditwürdigkeit bricht weiter ein.
Tauben? Lockerung – die Inflation brennt weiter, die Kaufkraft des US-Dollars sinkt weiter.
Beide Wege führen in dieselbe Richtung: Die Kreditwürdigkeit des US-Dollars wird abgewertet.
Was Wash sagt, beeinflusst nur kurzfristige Schwankungen.
Der Trend zur Entdollarisierung bestimmt die langfristige Preisbildung.
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