Am 15. September wird der US-Senat abstimmen. Diese Abstimmung könnte direkt die Erträge deiner Stablecoins komplett zunichtemachen.
Am 19. August hat die American Bankers Association (ABA) öffentlich erklärt: Sie unterstützt die Verabschiedung des CLARITY-Gesetzes, fordert aber, dass die Stablecoin-Belohnungsregelungen vor der Abstimmung im September verschärft werden.
Der Präsident der ABA, Rob Nichols, sagte wörtlich: Das Gesetz sollte Belohnungsmechanismen für Stablecoins verbieten, die „wesentlich ähnlich“ wie Zinszahlungen sind.
In einfachen Worten heißt das: Die 3,5 % Belohnung, die deine Plattform mir gibt, sieht zu sehr nach Bankzinsen aus und muss abgeschafft werden.
Warum sind die Banken so in Eile?
Weil das Geld abfließt.
Der durchschnittliche Zinssatz für Bankeinlagen in den USA liegt bei nur 0,1 %. Coinbase zahlt USDC-Inhabern eine Belohnung von 3,5 %.
Das ist ein Unterschied um den Faktor 35.
Die Banken geraten in Panik. Sie verwenden diese Einlagen, um Kredite an kleine Unternehmen, Hypotheken und landwirtschaftliche Finanzierungen zu vergeben. Wer legt sein Geld noch in die Bank, wenn Stablecoins 3,5 % Rendite pro Jahr bringen?
Deshalb setzt sich die ABA mit aller Kraft dafür ein, die Definition von „wesentlich ähnlich“ so weit auszudehnen, dass jegliche „zinsähnliche“ Belohnung verboten wird.
Doch dahinter steckt eine noch subtilere Sache.
Das 2025 verabschiedete GENIUS-Gesetz verbietet Stablecoin-Emittenten direkt Zinsen oder Erträge an Inhaber zu zahlen.
Aber es gibt eine Lücke – das Gesetz regelt nicht „Drittanbieter-Plattformen“.
Coinbase nutzt diese Lücke aus: Ich bin nicht der Emittent, ich bin nur die Plattform, und die 3,5 % Belohnung für Nutzer heißt „Plattform-Belohnung“, nicht „Zinsen“.
Das CLARITY-Gesetz will genau diese Lücke endgültig schließen.
Artikel 404 des Entwurfs sagt klar: Kein reguliertes Unternehmen darf direkt oder indirekt irgendeine Form von Zinsen oder Erträgen an Inhaber zahlen – nur weil diese Stablecoins halten.
„Kein reguliertes Unternehmen“, „direkt oder indirekt“ – Coinbase kommt da nicht raus.
Zwei Szenarien, überlege selbst:
🔴 Risikoszenario (ABA-Änderung wird angenommen)
Die Definition von „wesentlich ähnlich“ wird weit ausgelegt
Die 3,5 % USDC-Belohnung auf Plattformen wie Coinbase wird gestrichen
Betroffen: Alle Nutzer, die Stablecoins auf zentralisierten Handelsplattformen halten
🟢 Optimistisches Szenario (Änderung wird abgelehnt)
Belohnungen, die auf „Aktivitäten“ basieren (Staking, Handel etc.) bleiben erlaubt
Das USDC-Ertragsmodell bleibt bestehen
Coinbase verliert 2025 keine 1,35 Milliarden USD an Stablecoin-Einnahmen
Wichtige Termine:
15. September: Verfahrensabstimmung im Senat, 60 Stimmen nötig für Fortschritt
18. September: Abstimmung über die Beendigung der Debatte
Bis dahin: ABA lobbyiert intensiv für die Änderung
Trump hat den Kongress öffentlich aufgefordert, das CLARITY-Gesetz zu verabschieden. Der Coinbase-CEO prognostiziert über 60 Ja-Stimmen.
Meine Strategie:
Vor dem 15. September keine extremen Positionsänderungen – aber die Änderungsanträge des Senatsausschusses für Banken genau beobachten.
Wenn die Definition von „wesentlich ähnlich“ zu weit gefasst wird – erwäge, einen Teil der Stablecoins auf nicht von US-Regulierung betroffene On-Chain-Protokolle zu verlagern.
⚠️ Das ist keine Finanzberatung, nur eine Analyse.
Die Banken sagen, Stablecoin-Belohnungen „schwächen ihre Kreditvergabe-Fähigkeit“.
Aber warum solltest du für mich entscheiden?
Die 3,5 % Rendite habe ich selbst gewählt, ich brauche keinen „Schutz“ von dir.
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