Der Kongress zankt noch, die SEC hat direkt den Tisch umgeworfen – das duale Regulierungssystem ist offiziell gestartet
Was würdest du tun, wenn der Kongress dir nicht die Antworten gibt, die du willst?
Die meisten würden warten.
Aber die SEC hat sich entschieden: Nicht warten.
Am 14. August, diesen Freitag, wird die SEC eine öffentliche Sitzung abhalten, um ein Regelwerk namens „Regulation Crypto“ zur Regulierung von Krypto-Assets zu prüfen.
Gleichzeitig wurde das seit einem Jahr von der gesamten Branche erwartete CLARITY Act im Senat offiziell auf September verschoben.
Der eine zögert, der andere drängt voran.
Die US-Kryptoregulierung ist offiziell in eine „gesetzgeberische Verlangsamung, Regeln zuerst“-Duale Ära eingetreten.
Zuerst klären wir eine Sache: Wo genau steckt der CLARITY Act fest?
Der Gesetzentwurf hat bereits das Repräsentantenhaus passiert und wurde auch vom Bankenausschuss des Senats mit 15:9 angenommen. Es fehlt nur noch der letzte Schritt.
Doch die Demokraten weigern sich, sich auf einen Zeitplan zu einigen, und der Mehrheitsführer des Senats, John Thune, bestätigte am 7. August: Die Abstimmung wird auf September verschoben.
Mit dem Schließen des Abstimmungsfensters sank die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz 2026 verabschiedet wird, auf Polymarket von über 70 % zu Jahresbeginn auf nur noch 17 %.
Eine Wette über 5 Millionen US-Dollar verdampfte über Nacht.
Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, drückte es noch drastischer aus – der Gesetzentwurf befinde sich im „Walking Dead“-Status.
Aber die andere Seite der Geschichte ist die wirklich sehenswert.
Der SEC-Vorsitzende Paul Atkins hat nicht gewartet.
Am selben Tag, an dem der Senat in die Sommerpause ging, trieb er eigenständig die „Kryptowährungsregulierung“ voran.
Und dieses Rahmenwerk könnte für die Kryptoindustrie sogar freundlicher sein als der parteipolitische Gesetzesentwurf des Kongresses.
Drei Hauptsäulen:
Erstens, vereinfachte Offenlegung – praktikable Berichtstandards für Krypto-Protokolle, ohne das alte Rahmenwerk traditioneller Wertpapiere aufzuzwingen.
Zweitens, Schutzraum – Entwicklern wird Raum gegeben, Projekte zu starten und Dezentralisierung zu erreichen. Wenn ein Projekt wirklich dezentralisiert ist, können die Assets ihre Wertpapiereigenschaft verlieren.
Drittens, Registrierungsausnahmen – Startups können ohne vollständige SEC-Registrierung Kapital aufnehmen.
Konkret erwägt die SEC: Eine Ausnahmeregelung für Startups von bis zu vier Jahren und insgesamt 5 Millionen US-Dollar; für größere Projekte eine Finanzierungsausnahme von bis zu 75 Millionen US-Dollar innerhalb von 12 Monaten.
Anders gesagt: Die SEC öffnet Krypto-Projekten einen „legalen Finanzierungsweg, ohne sich demütig registrieren zu müssen“.
Aber die Frage ist –
Ist das Vorpreschen der SEC ein Vorteil oder bringt es größere Unsicherheiten?
Die Antwort: Beides.
Die positive Seite: TD Cowen-Analyst Jaret Seiberg weist darauf hin, dass der Vorschlag der SEC dem Kryptomarkt mehr Klarheit bringen könnte. Bitwise’ Hougan sagt sogar, unter Atkins’ Führung könnten die SEC-Regeln zum Katalysator für die Branche werden.
Früher mussten Projektteams auf Anwälte vertrauen und raten – Ist das ein Wertpapier? Kommt die SEC an die Tür?
Jetzt sagt die SEC: Ich gebe dir die Standards, du hältst dich daran.
Das senkt die Compliance-Kosten der gesamten Branche um eine Größenordnung.
Die unsichere Seite: Die SEC ist schließlich nur eine Verwaltungsbehörde. Ihre Regeln haben nicht die gleiche Gesetzeskraft wie ein Kongressgesetz. Ein neuer Vorsitzender könnte die Regeln wieder kippen.
Außerdem muss der Vorschlag nach der Verabschiedung mindestens 60 Tage öffentlich konsultiert werden, und der endgültige Text braucht Monate, um in Kraft zu treten.
Zwischendrin heißt es wieder: warten.
Aber eines ist sicher –
Die US-Kryptoregulierung wandelt sich von „Durchsetzung“ zu „Regeln zuerst“.
Früher hat die SEC Krypto durch Durchsetzung reguliert: Klagen, Bußgelder, Vergleiche. Die Projektteams wussten nicht, wo die Grenzen sind, weil die Richter sie zogen.
Jetzt macht die SEC was? Sie vergibt Lizenzen. Sie sagt dir, was die Regeln sind, wie du Ausnahmen bekommst, wie du in den Schutzraum kommst.
Vom „Jagen und Strafen“ zum „Führen und Leiten“ – dieser Wandel ist wichtiger als jede Gesetzesverabschiedung.
Zum Schluss noch ein paar Worte –
Der Kongress zankt noch über „Ethikbestimmungen“.
Die SEC hat bereits ein dreiseitiges Regelwerk vorgelegt.
Wer arbeitet, wer bremst, ist klar ersichtlich.
Natürlich sind die SEC-Regeln nicht das Ende. Sie sind nur ein Regenschirm für die Branche in der legislativen Flaute.
Aber dieser Regenschirm schützt dich zumindest davor, im Sturm nackt dazustehen.
Der Kongress zankt, die SEC arbeitet.
Diese Branche wartet auf niemanden.
$BTC$ETH$BEAT#CLARITY延期,SEC拟推进监管规则补位
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