Der legendärste Fonds im AI-Bullenmarkt ist letztendlich an der Hebelwirkung gescheitert.
Der 23-jährige Leopold, ehemaliger OpenAI-Forscher und Autor von „Situational Awareness (Lagebewusstsein)“, gründete einen AI-Themenfonds, basierend auf seiner festen Überzeugung in AGI. Mit hohem Hebel setzte er auf AI-Infrastruktur und ging short auf traditionelle Software, was ihm im ersten Halbjahr eine Rendite von über 400 % einbrachte. Das Fondsvolumen wuchs schnell auf etwa 45 Milliarden US-Dollar und machte ihn zum meistbeachteten Newcomer an der Wall Street.
Im Juli kam es jedoch zu einer kollektiven Korrektur im AI-Sektor: Schwergewichtete Positionen wie Nebius, SanDisk, Micron, CoreWeave und SK Hynix fielen stark, während die Short-Positionen unerwartet anstiegen, was den Fonds in eine doppelte Zwangslage brachte.
Angesichts der Nachschussforderungen wurden seine etwa 16 Milliarden US-Dollar an öffentlich gehandelten Aktien schließlich komplett an Citadel verkauft, womit alle öffentlichen Positionen aufgelöst wurden. Bemerkenswert ist, dass der Fonds noch einen Teil der nicht börsennotierten Anthropic-Anteile hält, sodass er nicht vollständig beendet ist, aber die hoch gehebelte Strategie einen schweren Schlag erlitt.
Noch dramatischer war, dass kurz nach der Zwangsliquidation seiner Positionen mehrere AI-Aktien eine Erholung erlebten, wobei SK Hynix an einem Tag sogar um über 17 % zulegte. Der Markt erholte sich, doch er war nicht mehr dabei.
Diese Erfahrung erinnert den Markt erneut daran: Investieren erfordert nicht nur Urteilsvermögen, sondern auch Positionsmanagement.
Die richtige Richtung garantiert nicht zwangsläufig Gewinne; wenn der Hebel zu hoch ist und das Risiko außer Kontrolle gerät, wartet man oft vergeblich auf die endgültige Wertrealisierung. Diejenigen, die Zyklen wirklich überstehen, sind nie die Radikalsten, sondern diejenigen, die dauerhaft am Tisch bleiben.
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